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Schützenstraße 34 | 19386 Lübz

„Alles, was wir in den letzten Spielen gut gemacht haben, war heute nicht zu sehen“, ärgerte sich Remo Sahm schon nach dem Pausenpfiff auf dem Weg in die Kabine. Seine Lübzer Landesligafußballer lagen nach 45 Minuten gegen Verbandsligist TSV Bützow schon mit 0:5 hinten und hatten einen Spieler weniger auf dem Platz (30. gelb/rot Steven Benske). Das 0:7-Endergebnis spiegelte auch das wider, was die Zuschauer auf dem Lübzer Harbig-Sportplatz sahen, nämlich eine überforderte Defensive der Gastgeber.

Wenn beim TSV die Post abging, waren die Lübzer meistens einen Schritt zu spät. Der Anpfiff von Schiedsrichter Ludwig war kaum verklungen, da verbuchten die Gäste den ersten Eckball. Nach sechs Minuten hieß es bereits 0:1 nach einem 18-Meter-Schuss von Torben Medau, bei dem auch Tim Schröder im Lübzer Kasten etwas unglücklich aussah. In den nächsten zehn Minuten sorgten die Gastgeber mehrmals für Entlastung. Erst drang Jonas Holtkamp in den TSV-Strafraum ein und kam nach einer minimalen Berührung des Keepers zu Fall. Der Referee sah dabei aber kein Foul. Beim nächsten Vorstoß der Lübzer spitzelten die Gäste dem einschussbereiten Florian Siewert gerade noch dem Ball vom Fuß. Kurz danach strich nach einem Freistoß ein Kopfball vom Lübzer Kapitän knapp übers Gebälk. Das waren aber schon die Offensiv-Höhepunkte aus Lübzer Sicht.

Zwischen der 19. und 21. Minute schlug Höpel zwei Mal zu. Etwas später köpfte Thiemroth das Leder mit Wucht an die Querlatte. Von dort sprang der Ball in Richtung Torlinie, der Assistent sah den Ball hinter der Linie und auch der Schiedsrichter entschied auf Tor – 0:4. Kurz vor der Pause überwand Kleindorf nach sehenswertem Doppelpass-Spiel zum fünften Mal den Lübzer Keeper.

Trotz Unterzahl und zwei weiterer Gegentreffer verlief die zweite Halbzeit für Lübz etwas besser. Und der Gastgeber hatte erneut zwei gute Tormöglichkeiten. Erst schoss Jan Lübbe den Ball aus etwa elf Metern knapp links am Tor vorbei. In der Schlussphase verlor der eingewechselte Jan Kaltenstein den Zweikampf gegen den Bützower Schlussmann.

Insgesamt war es aber ein rabenschwarzer Tag für die Brauereistädter. „Es hat nichts gepasst, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagt ein enttäuschter Remo Sahm, der allerdings froh ist, dass die Misere im Pokal und nicht im Punktspiel passiert ist.

Am Sonnabend, 14 Uhr an gleicher Stelle kann der LSV beim ersten Heim-Punktspiel der Landesligasaison gegen den PSV Wismar zeigen, dass der Pokalauftritt nur ein Ausrutscher war.

Autor: ric127