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Schützenstraße 34 | 19386 Lübz

Dem Lübzer SV gelang in Schönberg das Meisterstück, den souveränen Tabellenführer mit 2:1 zu schlagen. An der Spitze änderte sich dadurch nichts, außer dass die beiden Verfolger FSV Bentwisch und Hagenower SV mit ihren Siegen nach Punkten mit dem FC Schönberg gleichzogen (15 Punkte). Der Lübzer SV kletterte nach dem vierten Saisonsieg auf den vierten Tabellenplatz. „Ich kann es gar nicht fassen, was da abgelaufen ist. Die Männer haben gekämpft wie die Löwen“, so LSV-Coach Remo Sahm, der aufgrund von Personalmangel neben drei Spielern der zweiten Mannschaft selbst auf dem Spielberichtsbogen stand. Und die Lübzer schafften die faustdicke Überraschung ohne etatmäßigen Torwart. Gegen den bis dato punktverlustfreien Spitzenreiter stand Flügelflitzer Florian Schwarz zwischen den Pfosten, der noch in der Vorwoche zu Hause gegen Hafen Rostock als zweifacher Torschütze notiert wurde. „Er stand immer goldrichtig“, lobte Sahm.

Die Partie nahm zunächst den erwarteten Lauf. Nach zehn Minuten brachte Meier den FC Schönberg nach einem Freistoß per Kopfball mit 1:0 in Front. Ebenfalls nach einem Freistoß nutzte Jan Kaltenstein eine kurze Unordnung in der FCS-Abwehr zum 1:1-Ausgleich (22.). Am Kräfteverhältnis änderte das nichts. „Die Schönberger hatten wohl 85 Prozent Ballbesitz“, sagt Remo Sahm. „Wir hatten eine gut funktionierende Fünferkette und den Willen bis zum Umfallen dagegen zu halten“. Dass das funktionierte, lag wohl auch an der etwas umständlichen Spielweise der Gastgeber. Mit zunehmender Spielzeit ohne Torerfolg versuchten sie es immer häufiger, mit langen Bällen die Lübzer Abwehr zu knacken. „Das kam uns entgegen“, so der Lübzer Trainer. Felix Neumann, Florian Siewert, Manuel Penno, Till Becker und der 18-jährige Lukas Ahrens, der sein erstes Spiel bei den Männern absolvierte, räumten so gut wie alles ab, was in die Nähe des Sechzehners kam. Dazu rettete zweimal das Aluminium vor einem Rückstand.

Dieses Spiel setzte sich auch nach dem Seitenwechsel fort. Die Lübzer hielten mit ihren Mitteln dem Angriffsdruck der Gastgeber stand. Doch vor allem in der Schlussphase, als der mittlerweile verdiente Führungstreffer der Schönberger nicht fallen wollte, wurden die Hausherren immer nervöser.

In der Nachspielzeit leitete der nach gut einer Stunde eingewechselte Mathias Flöter (von der zweiten Lübzer Mannschaft) den entscheidenden Konter ein, den Jonas Holtkamp nach einem Sprint auf der rechten Außenbahn mit Außenrist zum 2:1 ins lange Toreck abschloss. Der Lübzer Jubel war ungebremst. Remo Sahm hielt es nicht mehr in der Trainerzone. Er rannte dem Torschützen entgegen und holte sich noch die gelbe Karte von Schiri Tino Männer ab.

Am Sonnabend um 16 Uhr geht es für den LSV zu Hause weiter im Punktekampf. Dann ist der TSV Graal-Müritz zu Gast.

Autor: ric127