Site Loader

ADRESSE

Schützenstraße 34 | 19386 Lübz

„Das war das schlimmste Wetter, an das ich mich als Fußballer erinnern kann. Das waren keine regulären Bedingungen mehr“, stand für Remo Sahm außer Frage. Aus Sicht des Lübzer Trainers wäre eine generelle Absage an diesem Tag sinnvoller gewesen. Der LSV hatte sich für das Spiel beim PSV Wismar einiges ausgerechnet, fuhr nach der 0:2-Niederlage aber mit leeren Händen nach Hause. „Normalerweise wäre hier was gegangen“, war sich Sahm sicher.

Das Spiel auf Wismarer Kunstrasen geriet zu einer reinen Windlotterie. Nimmt man den über weite Strecken starken Regen hinzu, kam als Ergebnis eine „ekelige Angelegenheit“ heraus. Die Lübzer kämpften zunächst gegen den Wind an und mussten einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Ein 25m-Schuss von Paul Raffel schlug als „Geschoss“ unter der Latte ein (4.). Auch das 2:0 stufte Sahm als Zufallsprodukt ein. Ein an der Abwehrmauer vorbeigezogener Freistoß nahm so viel Fahrt auf, dass es erneut nichts zu halten gab (38.). Die Lübzer kamen auch zu ihren Chancen. Den Abschlüssen fehlte es aber am nötigen Druck.

Für die zweite Halbzeit, jetzt mit dem Wind im Rücken, hatten sich die Gäste viel vorgenommen. Die beste Möglichkeit bekam André Ohlrich gleich nach dem Wiederanpfiff auch eher zufällig präsentiert. Frei vor dem gegnerischen Tor auftauchend, landete sein Schuss genau in den Armen des PSV-Keepers (46.). Viel mehr gab es nicht zu notieren. Das Wetter wurde immer schlechter, von Spaß am Fußball konnte keine Rede mehr sein. „Ich habe mich zu Hause erst mal eine Stunde in die Badewanne gelegt, um überhaupt wieder warm zu werden“, schloss Remo Sahm ein Kapitel ab, das ihn sicher auch in den nächsten Tagen noch ärgern werde.

Quelle: SVZ

Autor: ric127