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Schützenstraße 34 | 19386 Lübz

Ein Spiel der vergebenen Chancen: Das zumindest ist die beste Umschreibung des Spielverlaufes aus Lübzer Sicht auf dem Harbig-Sportplatz. Bei der Anzahl der Lübzer Torchancen, einschließlich Latten- und Pfostentreffern, verlor man vor allem in der zweiten Halbzeit den Überblick. „Habt ihr die mal mitgezählt“, fragt Remo Sahm kurz nach dem Schlusspfiff in die Runde. „Die reichen ja für zwei und mehr Spiele“, schiebt der Lübzer Trainer nach. Und dazu kamen noch ein Abseitstor und ein verschossener Elfmeter. „Das passt zum heutigen Tag.“ Was die Einstellung seiner Spieler betrifft, gab es aber ein Lob vom Coach. „Alle haben bis in die letzte Minute daran geglaubt, das Tor zu machen“, ist er über das 1:1 in der 89. Minute mehr als froh.
Die erste Halbzeit war zweigeteilt. Und das war dem Tor der Crivitzer in der 36. Minute geschuldet. Bis dahin machten die Gastgeber richtig Druck, hatten aber wie in den gesamten 90 Minuten Pech. Zudem verletzte sich Kapitän Patrick Kube und Remo Sahm musste umstellen. Spielmacher Florian Siewert übernahm die Kapitänsbinde und führte fortan in der Abwehr Regie. Eine gute halbe Stunde waren die Gäste kaum im LSV-Strafraum zu finden. Dann aber schafften es die Lübzer einfach nicht, den Ball konsequent aus der Gefahrenzone zu bringen. Eine Bogenlampe von Dominik Westphal senkte sich zur Crivitzer Halbzeit-Führung ins Netz. „Das ist eine Überraschung“, gab auch Einheit-Trainer René Schwark zu.

So wie die erste Hälfte endete, mit Druck auf das Gästetor und fünf Lübzer Eckbällen in Folge, so begann die zweite. Die Gastgeber belagerten das Crivitzer Tor. André Ohlrich, Siewert und Johannes Riedel hatten gute Chancen auf dem Fuß beziehungsweise Kopf. Dann eine Chancenserie mit Folgen für die Gäste. Einen Ohlrich-Schuss wehrte SG-Keeper Robert Eckert ab, den Nachschuss ein Crivitzer Abwehrspieler mit der Hand – Rote Karte. Den Elfer setzte Kevin Spilgies knapp neben den Pfosten. Kurz danach jubelten die Lübzer etwas zu früh. Der Ball lag zwar im Tor, doch der Assistent hatte die Fahne oben, Abseits.

In der 85. Minute prüfte Riedel noch einmal mit seinem Schuss das Crivitzer Torgebälk. Dann die Schlussminute. Der Kopfball von Siewert landete im Netz und kaum einer jubelte, weil die Fahne erneut kurz nach oben ging. Der Schiedsrichter stand bei der Szene näher am Geschehen und entschied nach einem Gespräch mit seinem Assistenten auf reguläres Tor. Jetzt durften die Gastgeber doch noch einmal richtig feiern. Gegenüber, im Crivitzer Lager, war die Aufregung groß und endete nach lauter Diskussion mit einem Platzverweis für den Coach.

Text/Bild: SVZ

Autor: ric127