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Schützenstraße 34 | 19386 Lübz

Die Enttäuschung war greifbar im Lager des Lübzer SV. Im Nachholspiel gegen die SG Carlow kam der Tabellenzweite nicht über ein 1:1 hinaus. Mit der letzten Spielaktion glichen die Gäste aus.
„Die Jungs sind ganz schön geknickt“, gab Remo Sahm kurz nach dem Schlusspfiff sicher auch die eigene Stimmungslage wieder. „Da gewinnst du in der Vorwoche in Schwerin und holst hier nur einen Punkt“, schob der Lübzer Trainer noch nach. Bis in die Nachspielzeit hinein sah es so aus, als ob die weiter ungeschlagenen LSV-Kicker im siebten Spiel ihren sechsten Sieg einfahren würden. Doch die Gäste nutzten einen letzten Eckball, um aus dem Gewühl heraus den späten Ausgleich zu erzielen. Der unmittelbar folgende Abpfiff hinterließ viele lange Gesichter auf dem Lübzer Harbig-Sportplatz.

Die Carlower verdienten sich dieses Ergebnis aber, wie Sahm anerkannte. „Das war die bisher beste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben. Kampfstark, mit guten Zweikampfwerten und dabei nie unfair.“ Die Lübzer fanden nur schwer ins Spiel und hatten bei einem Lattenschuss der Gäste das Glück auf ihrer Seite. Nach einer halben Stunde kam der Tabellenzweite langsam ins Rollen und erarbeitete sich seinerseits durch André Ohlrich und Kay Lübbe zwei gute Möglichkeiten. Kurz vor der Pause gewannen die Carlower allerdings wieder Oberwasser, stellten den Gegner insbesondere mit langen Bällen auf ihren schnellen Außenstürmer immer wieder vor Probleme.
Auch die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte den Gästen. Zunächst verhinderte LSV-Keeper Sebastian Lehsten mit starkem Reflex den drohenden Rückstand, wenig später verstolperte ein Carlower Angreifer aus kurzer Distanz. Diesmal fingen sich die Lübzer aber schneller. Was oft fehlte, war der letzte Pass. Bis Noah Schneider mit viel Überblick André Ohlrich in Szene setzte und der aus elf Metern zum 1:0 ins lange Eck traf (65.).
In der Folge hatte die Heimelf das Spiel komplett im Griff, versäumte es aber, für eine Vorentscheidung zu sorgen. Die größte Gelegenheit vergab Jan Lübbe, der freistehend den gegnerischen Torwart anschoss. Mit zwei taktischen Wechseln wollte Sahm etwas Zeit von der Uhr nehmen. Es nutzte aber alles nichts. „Das Ding haben wir uns selber reingelegt“, ärgerte sich Sahm vor allem über die Szene, die zur abschließenden Carlower Ecke führte.

Die Blicke werden beim Lübzer SV jetzt aber schnell nach vorne gerichtet sein. Immerhin hat man am kommenden Sonnabend im Duell zweier ungeschlagener Mannschaften den noch verlustpunktfreien Tabellenführer SFV Nossentiner Hütte zu Gast. Angepfiffen wird das Spitzenspiel auf dem Harbig-Sportplatz zu einer eher ungewöhnlichen Zeit, um 18 Uhr.

Text: SVZ

Autor: ric127