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Schützenstraße 34 | 19386 Lübz

Nach 90 Minuten war die Überraschung perfekt: Der SC Parchim bezwang den Tabellenzweiten Lübzer SV mit 2:1 und ließ sich im Stadion am See von seinen Fans als Derby-Sieger feiern.

Dass der Sieg der Gastgeber verdient war, zeigte schon der Spielverlauf in der ersten Halbzeit. Zwar bestimmten die Lübzer die erste Viertelstunde und gingen auch nach einer Ecke durch einen Kopfball von Florian Siewert mit 1:0 in Front (6. Minute). Erik Paschke hatte sogar das 2:0 auf dem Fuß, traf aber nur den Querbaken. Die Parchimer schockte das aber nicht. Sie wurden durch den Gegentreffer eher angestachelt und verlagerten das Spiel mehr und mehr in die Lübzer Hälfte. Die Gäste brachten hingegen im Mittelfeld kaum noch klare Spielzüge zustande, verloren in der 20. Minute an der Mittellinie den Ball. Dann ging es schnell. Lamin Manneh passte auf Yannik Domrös, seine Eingabe fand mit Erik Behrens einen Abnehmer – 1:1.

„Die Spieler können sich bei Sebastian bedanken, dass das Remis bis zur Pause hielt“, so LSV-Trainer Remo Sahm in der Halbzeit, der das Derby als Zuschauer verfolgen musste. Er sei froh, Sebastian Lehsten zwischen den Pfosten zu haben, andererseits stinkig über das „Rumgedaller“ im Mittelfeld. „Wir hätten bis zur Pause auch drei oder vier Tore schießen können“, ist auf der anderen Seite Andreas Nath nach dem Schlusspfiff völlig außer sich vor Freude. Gemeint sind drei Parchimer Riesenmöglichkeiten, bei denen jeweils der Lübzer Torwart im eins-gegen-eins Sieger blieb.

Auch in der zweiten Halbzeit fanden die Lübzer nicht zum gewohnt sicheren Spielaufbau. „Ich weiß auch nicht, woran das lag. So viele Querschläger und unkonzentrierte Abspiele“, wirkt Co-Trainer Tobias Arnhold kurz nach dem Schlusspfiff etwas ratlos. Das blieb natürlich den Parchimern nicht verborgen. Die Gastgeber witterten ihre Chance und nutzten sie auch. Wieder aus einem leichtfertigen Ballverust der Lübzer im Mittelfeld entstand ein schneller Angriff der Parchimer über die rechte Seite. Der eingewechselte Hans-Michael Haase stand bei der Eingabe goldrichtig und schob fünf Minuten vor Ultimo zum 2:1 ein. Kurz vorher blieb der LSV-Kepper noch Sieger gegen Haase, beim Gegentreffer war er machtlos.

Die Schlussoffensive der Lübzer brachte zwar noch ein paar brenzlige Situationen im Parchimer Sechzehner. Ein Treffer gelang den Gästen nicht mehr.

Text/Bild: SVZ

Autor: ric127