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Schützenstraße 34 | 19386 Lübz

So viele Menschen waren lange nicht zur gleichen Zeit auf dem Rudolf-Harbig-Sportplatz. Das Mai- und Stadtsportfest des Lübzer SV hatte den Zahn der Zeit getroffen.

„Ich würde mir auch mal so viele Leute bei einem Fußballspiel wünschen“, schaute Remo Sahm schon etwas neidisch in die Runde. Stellenweise war auf dem Platz gar kein Durchkommen. Es wimmelte nur so von Kita- und Schulkindern, ihren Eltern und Großeltern sowie Sportlern, die stolz ihre Vereinskleidung trugen. „Es ist richtig schön, mal wieder so ein großes Fest zu feiern“, hörte man nicht nur vom Trainer der Landesligafußballer.

Wenn es nach Vereins-Chef André Ohlrich gegangen wäre, hätten es auch noch mehr sein können. „Für den Schulwettbewerb haben wir alle Einrichtungen in Lübz und Umgebung angeschrieben“, berichtete er. Auf dem Platz waren nur die Regionale Schule und die Grundschule aus Lübz. Vor allem in den höheren Klassen bestehe wohl kein Interesse, vermutet Ohlrich. Denn dieser Wettbewerb wurde schon vor Corona von der Leichtathletik-Abteilung des Vereins ins Leben gerufen.

In Vierermannschaften traten die Mädchen und Jungen zum Dreikampf an: Weitsprung, 60m-Sprint und Staffellauf. „Wir wollen uns etwas für die Klassenkasse dazu verdienen“, freute sich Katrin Blasek. Die Lehrerin war mit Schülern der 5a der Regionalen Schule Lübz am Start. Für die drei Erstplatzierten der Klassenstufen gab es nämlich Geldpreise. Da in dieser Klassenstufe 5 nur drei Teams am Start waren, hatten ihre Schützlinge schon einen Preis sicher.

Während die Schüler um Zentimeter und Sekunden kämpften, wurden vor dem Stadiongebäude die Sieger des Kita-Wettkampfes geehrt. Der startete kurz nach der Eröffnung des Festes als erster Höhepunkt. Hier erwiesen sich die Lübzer „Pfiffiküsse“ als die besten Sportler und nahmen von Fußball-Schiedsrichter Raven Baumann den Siegerpokal entgegen. Die Kita Sophienstift Lübz und die Kita aus Passow durften als Zweite und Dritte ebenfalls auf das Siegerpodest.

Derweil drehten einige Mädchen und Jungen, zum Teil bedächtig, ihre Stadionrunden auf der 400-Meter-Bahn. „Den Läufern geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um Durchhaltevermögen“, erklärte Astrid Becker. Sie kümmert sich schon seit Jahren um die Teilnehmer, die das Laufabzeichen ablegen wollen. Auch jetzt noch, als Bürgermeisterin der Stadt Lübz. Mindestens 15 Minuten müsse man für das grüne Abzeichen in Bewegung bleiben, für das blaue eine Stunde.

Abseits von Laufbahn und Fußballrasen gab es für die Sportfestbesucher jede Menge zu entdecken und auszuprobieren. Vor allem für die jüngeren Gäste. Eine Kletterwand, Bungee-Trampolin, Soccer-Court, Bogenschießen, Schminken oder Zielen mit der Feuerwehrspritze.

Die Fußballer kamen dann am Nachmittag auf ihre Kosten. Da kickten die Männer um die Betriebsmeisterschaft und in der Mini-Arena hinter dem Sprecher-Turm die Mädchen und Jungen beim Soccer-Turnier.

Text/Bild: SVZ

Autor: ric127