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Schützenstraße 34 | 19386 Lübz

Welche Defensive zeigt heute die größeren Lücken? Diese Frage stellte sich vor dem Duell der beiden bisher abwehrschwächsten Teams der Landesliga West, Aufbau Boizenburg und Lübzer SV. Die Antwort stand eigentlich schon zur Pause fest. Da lagen die Lübzer bereits mit 0:3 hinten und mussten mit diesem Zwischenstand sogar noch zufrieden sein. Der Verbandsliga-Absteiger besiegte den Lübzer SV mit 4:1.

Nach 65 Minuten entlud sich der ganze Frust bei Remo Sahm. Der Gäste-Trainer legte sich lautstark mit Aufbau-Kapitän Fabian Lamer an und sah von Schiedsrichter Willem Smakman die Rote Karte. Als er von Ordnern vom Platz geleitet wurde, hatte er sich aber schon wieder beruhigt. „Ich habe da überreagiert. Aber muss man beim Stand von 4:0 noch so reingehen und zudem meine Spieler beleidigen? Ich gehe mich gleich entschuldigen“, gestand der Lübzer Coach nach Spielschluss kleinlaut ein. Gesagt, getan. Und bei einem gemeinsamen Bierchen waren die Unstimmigkeiten schnell aus der Welt geschafft.

Die Boizenburger setzten spielerische Akzente gegen einen enttäuschenden Gegner. Bevor Pierre Kaatz das frühe 1:0 erzielte (8.), hatte der Boizenburger Stürmer schon eine erste Riesenchance ausgelassen. Gegen eine ganz schlechte, weil auch viel zu hoch verteidigende Lübzer Mannschaft hatten Frido Albrecht (22.) und Leon Voß (28.) bei ihren Treffern leichtes Spiel – das 3:0 wurde aber Pierre Kaatz zugeschrieben, der dem Ball den letzten Impuls gab.

Was man den Lübzern zugute halten musste, sie steckten trotz des klaren Rückstandes nicht auf, kamen durch einen Ohlrich-Freistoß zum Ehrentreffer (74.) und hatten weitere Chancen, das Ergebnis zumindest noch freundlicher zu gestalten. Letztlich blieb es aber beim 4:1.

Für Remo Sahm lag die Hauptursache für die klare Niederlage der damit weiter sieglosen Lübzer auf der Hand: „Wir haben enorme Personalprobleme. Du kannst nicht eine ganze Abwehr ersetzen.“

Text/Bild: SVZ

Autor: ric127